Gründung
Existenzgründung: Steuerberatung für Gründer
Rechtsform, steuerliche Anmeldung und die erste Buchhaltung richtig aufsetzen. Mit dem Starterpaket zum Festpreis von 400 €.
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Die ersten Wochen nach der Gründung entscheiden, ob die Steuern von Anfang an sauber laufen. Rechtsform, Anmeldung beim Finanzamt, Umsatzsteuer und Buchhaltung greifen ineinander, und Fehler aus dieser Phase ziehen sich oft über Jahre. Als Steuerberater für Existenzgründung begleiten wir Gründer aus Maintal, dem Raum Frankfurt am Main und remote bundesweit, vom ersten Gespräch bis zur ersten Steuererklärung.
Rechtsform wählen: steuerliche Unterschiede im Überblick
Die Rechtsform bestimmt, wie Gewinne besteuert werden, wer haftet und welche Pflichten auf Sie zukommen.
Einzelunternehmen
Der Gewinn wird direkt Ihnen zugerechnet und unterliegt Ihrer persönlichen Einkommensteuer. Gewerbetreibende zahlen zusätzlich Gewerbesteuer, wobei ein Freibetrag von 24.500 € gilt und die Gewerbesteuer teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet wird. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer. Die Gründung ist einfach, Sie haften aber mit Ihrem Privatvermögen.
GbR
Gründen Sie zu zweit oder mit mehreren Personen, entsteht schnell eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Steuerlich wird der Gewinn gesondert festgestellt und auf die Gesellschafter verteilt, jeder versteuert seinen Anteil selbst. Auch hier haften die Gesellschafter persönlich.
UG (haftungsbeschränkt) und GmbH
Die Kapitalgesellschaft ist ein eigenes Steuersubjekt. Sie zahlt 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und außerdem Gewerbesteuer, ohne Freibetrag. Ausschüttungen an die Gesellschafter werden bei diesen noch einmal besteuert. Die GmbH braucht ein Stammkapital von 25.000 €, die UG kann mit 1 € gegründet werden, muss aber ein Viertel ihres Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einstellen, bis sie ihr Stammkapital auf mindestens 25.000 € erhöht hat. Dafür ist die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt. Eine GmbH lohnt sich steuerlich meist erst, wenn Gewinne im Unternehmen bleiben sollen. Ob sich die Gründung einer GmbH für Sie rechnet, klären wir in der Gestaltungsberatung mit konkreten Zahlen.
Anmeldung: Gewerbeamt, Finanzamt und Fragebogen
Gewerbetreibende melden ihr Gewerbe beim Gewerbeamt der Gemeinde an. Das Gewerbeamt informiert das Finanzamt. Freiberufler brauchen keine Gewerbeanmeldung, sondern melden sich direkt beim Finanzamt.
In beiden Fällen muss innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung elektronisch über ELSTER beim Finanzamt eingehen. Darin schätzen Sie Umsatz und Gewinn für das Gründungsjahr und das Folgejahr, wählen die Kleinunternehmerregelung oder die Regelbesteuerung und beantragen bei Bedarf die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Die Angaben im Fragebogen bestimmen Ihre Steuervorauszahlungen. Zu hohe Schätzungen binden Liquidität, zu niedrige führen später zu Nachzahlungen.
Die USt-IdNr. brauchen Sie, wenn Sie Waren oder Leistungen mit Unternehmen in anderen EU-Staaten austauschen, etwa beim Einkauf bei EU-Lieferanten oder bei Online-Werbung über ausländische Plattformen. Sie wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben und lässt sich direkt über den Fragebogen beantragen.
Kleinunternehmerregelung: die Grenzen seit 2025
Seit dem 1. Januar 2025 gelten neue Umsatzgrenzen. Kleinunternehmer weisen keine Umsatzsteuer aus, wenn der Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € betragen hat und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € beträgt. Wichtig: Wird die Grenze von 100.000 € im laufenden Jahr überschritten, entfällt die Regelung sofort ab dem Umsatz, mit dem die Grenze überschritten wird, nicht erst im Folgejahr. Für Gründer gilt im ersten Jahr die Grenze von 25.000 €.
Kleinunternehmer dürfen allerdings keine Vorsteuer ziehen. Wer zum Start viel investiert oder überwiegend an Unternehmen verkauft, fährt mit der Regelbesteuerung oft besser. An die Entscheidung für die Regelbesteuerung sind Sie mindestens fünf Kalenderjahre gebunden. Mehr dazu auf unserer Seite zur Umsatzsteuer.
Die erste Buchhaltung richtig aufsetzen
Ab dem ersten Tag gilt: jede Einnahme und jede Ausgabe braucht einen Beleg. Legen Sie ein eigenes Geschäftskonto an und trennen Sie private und betriebliche Zahlungen konsequent. Einzelunternehmer und Freiberufler ermitteln ihren Gewinn in der Regel per Einnahmen-Überschuss-Rechnung. UG und GmbH sind immer buchführungspflichtig und müssen einen Jahresabschluss erstellen.
Bei uns läuft die Buchhaltung digital: Sie laden Belege über DATEV Unternehmen online hoch, wir buchen und stimmen mit dem Bankkonto ab, Sie erhalten monatliche Auswertungen. So sehen Sie früh, wie Ihr Unternehmen läuft und welche Steuern auf Sie zukommen.
Starterpaket: Gründungsberatung Steuern für 400 €
Für Gründer bieten wir ein Starterpaket zum Festpreis von 400 € an. Es umfasst:
- Rechtsform Vergleich der passenden Rechtsformen für Ihr Vorhaben
- Steuerliche Registrierung Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, Umsatzsteuer, USt-IdNr.
- Software-Empfehlung passende Lösung für Rechnungen, Belege und Buchhaltung
- Optimierung ab Start steuerliche Gestaltung von Beginn an statt nachträglicher Korrekturen
Sie möchten erst eine einzelne Frage klären? Dann ist die Erstberatung für 190 € der richtige Einstieg. Für tiefergehende Fragen zur Struktur Ihres Unternehmens gibt es die Gestaltungsberatung für 350 €. Die laufende Betreuung mit Buchhaltung und Jahresabschluss bieten wir Unternehmen ab 100.000 € Jahresumsatz an, der Preis richtet sich nach einer Vergütungsvereinbarung auf Grundlage der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV).
Typische Fehler bei der Existenzgründung
- Umsatz im Fragebogen falsch geschätzt Das führt zu unpassenden Vorauszahlungen oder zu einer ungeeigneten Wahl bei der Umsatzsteuer.
- Kleinunternehmerregelung ungeprüft gewählt Bei hohen Anfangsinvestitionen geht die Vorsteuer verloren.
- Kein Geld für Steuern zurückgelegt Die erste Veranlagung bringt oft Nachzahlung und erhöhte Vorauszahlungen gleichzeitig.
- Privat und betrieblich vermischt Ohne getrenntes Konto wird die Buchhaltung aufwendig und fehleranfällig.
- Rechnungen ohne Pflichtangaben Fehlende Angaben kosten Ihre Kunden den Vorsteuerabzug und Sie Zeit für Korrekturen.
- Rechtsform nach Gefühl gewählt Ein späterer Wechsel ist möglich, aber aufwendiger als eine durchdachte Entscheidung am Anfang.
Häufige Fragen zur Existenzgründung
Bis wann muss ich den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung abgeben?
Innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit, elektronisch über ELSTER.
Welche Umsatzgrenzen gelten für Kleinunternehmer?
Seit 2025 höchstens 25.000 € Umsatz im Vorjahr und höchstens 100.000 € im laufenden Jahr. Wird die Grenze von 100.000 € überschritten, endet die Regelung sofort.
GmbH oder Einzelunternehmen: was ist steuerlich günstiger?
Das hängt von der Höhe des Gewinns ab und davon, ob Gewinne im Unternehmen bleiben oder ausgeschüttet werden. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, wir rechnen es für Ihren Fall durch.
Brauche ich als Gründer eine USt-IdNr.?
Ja, wenn Sie mit Unternehmen in anderen EU-Staaten Geschäfte machen, etwa beim Einkauf oder bei Werbung über ausländische Plattformen. Sie kann direkt mit dem Fragebogen beantragt werden.
Was ist im Starterpaket für 400 € enthalten?
Beratung zur Rechtsform, die steuerliche Registrierung, eine Software-Empfehlung und die steuerliche Optimierung ab Start.
Erstgespräch
Mit dem Steuerberater in die Existenzgründung starten
Je früher Sie einen Steuerberater für die Existenzgründung einbinden, desto weniger muss später korrigiert werden. Schildern Sie uns Ihr Vorhaben, und wir besprechen, welche Rechtsform und welche Schritte zu Ihnen passen. Die Beratung läuft persönlich in Maintal oder digital per Video-Call.
Kostenlos und unverbindlich · Antwort in der Regel am selben oder nächsten Werktag
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle steuerliche Beratung. Stand: September 2026.